“Scatterheart” von Lili Wilkinson
Dieser spannende Roman mit geschichtlichem Hintergrund startet im London des Jahres 1814. Dort lebt die 15-jährige Hannah in wohlhabenden Verhältnissen, sie ist eine junge Dame mit Standesbewußtsein. Eines Tages verschwindet ihr Vater und es kommt heraus, dass er kein geschätzter Geschäftsmann, sondern ein stadtbekannter Betrüger war. Hannahs Hauslehrer Thomas Behr will sie retten und macht ihr einen Heiratsantrag, doch Hannah lehnt hochnäsig ab. Kurz darauf wird sie zu Unrecht des Diebstahls angeklagt und zu 7 Jahren Arbeitslager in Australien verurteilt. Ihr wohlbehütetes Leben entwickelt sich zu einem Albtraum.
Auf der Monate dauernden Überfahrt erlebt Hannah viel Grausames, wird von einem Leutnant umworben und entwickelt wahre Freundschaft zu den anderen verurteilten Frauen. Sie erkennt die echten Werte des Lebens und macht sich verzweifelt auf die Suche nach Thomas. Das ins Deutsche übersetzte Buch der jungen australischen Autorin, deren Urururururgroßmutter auch als Sträfling nach Australien kam, basiert auf dem alten norwegischen Märchen “Östlich der Sonne und westlich des Mondes”, das sich wie ein roter Faden parallel durch die Handlung zieht: Die Geschichte von Scatterheart, die ihren in einen Eisbären verwandelten Geliebten sucht, wird jedem Kapitel in Teilen vorangestellt. Das Buch ist überaus spannend, hat ein wunderschönes Cover und wird all denen gefallen, die die Geschichte der Abby Lynn mochten. Der dicke Schmöker hat 448 Seiten und steht in der Jubi (Mädchen und Frauen ab 12).


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Ich habe das Buch auch gelesen, doch hat es mir nicht gefallen. Zunächst einmal war die Geschichte vollkommen von der Überfahrt nach Australien eingenommen und sehr eintönig, da auf einem Schiff nicht so viel passiert. Die Ankunft in Australien war dann im Vergleich zum Rest des Buches zu kurz. Darüberhinaus war die Protagonistin nicht sehr fassettenreich und ihre Überheblichkeit, die aus ihrer Erziehung entstammte, empfand ich als nervend. Als dann das Ende überhaupt nicht meinen Erwartungen entsprach, war ich sehr enttäuscht von den Buch. Ich würde es keinem weiterempfehlen, denn es gibt viel lesenswertere Bücher in der Bibliothek, die keine Zeitverschwendung sind.
Kleiner_Panda - 28. Januar 2010 um 17:47 Uhr